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walk moving elements 
'Ihr habt den Gang der Gestirne bis ins Letzte erforscht, als eine Generation  von Helden des Laboratoriums. Aber ihr kennt das Gestirn nicht mehr

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. Es ist nur noch ein Kapitel in Euren Studien und Büchern. Ihr wisst weniger von den Sternen als ein Kind.'


Kurze Sätze des Poeten Antoine Saint Exupery bringen ganze Wissenschaften ins Wanken. Viele Experten haben verlernt, wie kleine Prinzen und Prinzessinnen zu den Sternen greifen. Wenn junge Snowboarder ihr Glück im unberührten Pulver finden oder BMX Fahrer auf der Rampe ihre Kunststücke zeigen, dann tun sich die da offenbar leichter.

Dieser Zauber wird von Ausrüstungs- und Bekleidungsindustrien durch spektakuläre und aufwendig gemachte Werbefilme und Clips instrumentalisiert. Atemberaubende Bilder zeigen extreme Abfahrten, Sprünge und andere Abenteuer von Profis, die erstklassige Kondition und Fachwissen voraussetzen.



Die Medialisierung der neuen Sportarten bildet ein Wahrnehmungsgeflecht von Aktion und medialer Reflexion. Jugendliche haben Lust auf das Risiko und gleichzeitig geht es auch um das Ritual des Festhaltens einmaliger Momente. Das Feld der Beteiligten besteht daher vermehrt auch aus Filmern und Fotografen, die derselben Altersgruppe angehören. Die Darsteller der Szenerie sind nicht starr zugeordnet, sondern wechseln virtuos die Rollen.

 

Spannend ist es zu beobachten, dass bei aktuellen Sportarten völlig neue Parameter des Auslotens von Grenzen und Risiken im Sinne von kick oder flow (siehe Beschreibung rechts) entstehen, die sich wiederum adäquat im Stil der neuen Internet- und Videoclipästhetiken wiederspiegeln. Diese leben vor allem aus dem Potential einer ‚trashigen’ schnellen Bildsprache, die Authentizität und ‚Beweismaterial’ des erlebten Rituals vermittelt.


moving elements - reflexion




Genau dieses Interaktionsfeld zwischen den ‚Moving Elements’ und der medialen Reflexion möchte rewalk unterstützen.

 

Im Unterschied zum ablichtenden Sportbild versucht rewalk in der medienreflektiven Ergänzung die Geschichte zu erzählen, die abläuft während, wir in Aktion sind, während wir auf das Risiko zusteuern, während wir in Trance repetitive Abläufe körperlich steuern und unsere Gedanken sich während dessen in komplett anderen Sphären bewegen. Damit entstehen Bilder und Filme, die nicht in Konkurrenz zu den bestehenden Sportästhetiken treten, sondern Sequenzen, die einen experimentellen Blickwinkel zeigen.

 

Die grundsätzlichen Fragen innerhalb der Reflexion entstehen einerseits aus der Ebene der ästhetischen ‚Posings’ und der Reflexion. Wie werde ich wahrgenommen? Was ‚passiert’ während der Aktion? Meine Gedanke und Assoziationen. Was fühle ich? Wie ist es im flow zu sein, oder suche ich doch den kick?

 

rewalk unterstützt diese Ebene der Wahrnehmung. SportlerInnen werden zu Individuen, die sich und ihre Lust auf Bewegung wahrnehmen, transportieren und diskutieren können.


moving elements - Aktionsfelder



  • Entwicklung speziell ausgerichteter rewalk Medienmodule für Echtzeitpublikation und Interaktion
  • Entwurf mobiler Studioeinheiten für Bild- und Filmbearbeitung und deren Präsentation
  • Konzeption speziell ausgerichteter Stoyboards als Leitfaden für die Dokumentation
  • Teambestellung für medienpädagogische und künstlerische Betreuung vor Ort
  • Durchführung eines Präsentationsevents parallel zur Sportveranstaltung
  • Konzept: Verein rewalk - Paul Weihs, Michael Kofler, Birgit Mollik © 2004




risk'n'fun



Flow kennzeichnet das gefühlsmäßige Verschmelzen von Natur, Spiritualität, körperlicher Erfahrung und praktischer Handlung. Er beinhaltet eine Fähigkeit, die bewußtseinsmäßige Kontrolle über Aktionen und Entscheidungen zu behalten. Anders definiert sich Kick, der eine kurzlebigere und manchmal gefährlichere Euphorie erzeugt, die Selbstkontrolle im Genuß des Schönen, Ungewöhnlichen oder Gefährlichen weitgehend ausschaltet und die Ausschüttung von Adrenalin extrem erhöht.  Beispiele: Bungee Jumping oder Flying Fox. Beim Kick wird die Verantwortung für Sicherheit oft an Strukturen oder Personen delegiert. Falls das mißlingt oder unmöglich ist, können physische Gefahren beträchtlich steigen. Merksatz: „Wer den Flow hat, braucht den Kick nicht mehr.“ (M. Schwiersch).

Luis Töchterle, Österreichische Alpenvereinsjugend, die mit risk&fun www.risk-fun.com eine neue Form der Arbeit mit peers im Sportbereich etablierten.





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